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| ISBN: 3764319895 ISBN: 3764319895 ISBN: 3764319895 ISBN: 3764319895 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die meisten dieser AKWs wurden in den 60er und 70er Jahren gebaut
und haben in naher Zukunft ihre geplante Laufzeit erreicht, d.h. es
ist
nicht nur der Müll, den wir entsorgen müssen; sondern es sind
ebenso
die kontaminierten, d.h. die radioaktiv verseuchten Bauteile der
AKWs.
Sehen wir uns z.B. den Abbruch des Atomkraftwerks Nierdeaichbach
an, so wird einem sehr schnell deutlich mit welchen Schwierigkeiten
und
mit welcher Hilflosigkeit wir diesem Problem gegenüberstehen.
Der
Reaktor wurde zuerst als Modell nachgebaut, um an diesem Geräte
und
Roboter zu entwickeln und zu erproben, welche die Demontage
ausführen sollten. Ein Abriß in der herkömmlichen Art und
Weise ist
nicht möglich gewesen, da die Strahlung des Stahls und des Betons
die
Arbeiter zu sehr gefährdet hätte. Dieser Abriß, des nur
18,3 Tage voll in
Betrieb gewesenen AKWs ist mit dem Verpacken des Bauschrottes in
Container “abgeschlossen” gewesen. Doch wohin mit
diesem?
Wie jeder von uns weiß, hat es vor inzwischen 11 Jahren den
ersten
Supergau Welt in Tschernobyl /Ukraine gegeben. Seit diesem Unfall,
der
theoretisch höchsten einmal in 10.000 Jahren vorkommen soll, gibt
es
eine große Unsicherheit bezüglich der Atomkraft. Noch immer
haben
sowohl wir Europäer, als auch ganz besonders die Menschen in
Weißrußland und der Ukraine unter den Folgen, z.B. dem Krebs
oder
der Leukämie, zu leiden.
Natürlich ist der Reaktor von Tschernobyl, wie noch mehrere
andere,
ein sowjetischer Typ, doch sagt dies nur bedingt etwas über
die
Sicherheit aus. Einige Jahre zuvor hat es einen großen Unfall
in
Harriesburg/ USA gegeben. Auch in den deutschen Reaktoren kommt
es immer wieder zu Unfällen oder Störfällen (Biblis,
Phillipsburg).
Europaweit sind derzeit in 17 Ländern 218 Kernkraftwerke
(weltweit
434) mit einer installierten Leistung von 178 Millionen Kilowatt
in
Betrieb. 151 dieser Anlagen werden in den Staaten West- und
Südeuropas sowie in Skandinavien zur Nuklearstromerzeugung
eingesetzt. Die GUS-Länder (einschl. Armenien und
Kasachstan)
betreiben 49, die mittel- und osteuropäischen Länder insgesamt
18
Kernkraftwerke. Österreich besitzt keine Atomkraftwerke, da dies
unter
der Ära Kreisky abgelehnt wurde.
Jahr für Jahr gehen in aller Welt neue Kernkraftwerke ans Netz.
1996
waren es fünf in vier Ländern, dadurch erhöhte sich die
Gesamtzahl
weltweit auf 442 Anlagen. In 14 Ländern befinden sich weitere 36
in
Bau. Im vergangenen Jahr steuerte die Kernenergie wieder 17 Prozent
zu
weltweiten Stromversorgung bei, in Deutschland 34 Prozent. Aber
in
einigen Ländern wie Frankreich, Belgien und Schweden liegt der
Beitrag
zum Teil weit über 50 Prozent.
Kommt man aber trotz all dieser Tatsachen zu dem Schluß oder
der
Meinung man könne dies verantworten, so ist die Atomkraft eine
zwar
teure und risikoreiche aber immerhin eine Alternative.
Sieht man sich aber in der Verantwortung für zukünftige
Generationen,
so ist das Abschalten der Atomkraftwerke der dringendste Schritt
in
unserer Zeit. Diese Unterlassung wird um so unverständlicher,
wenn
man weiß, daß laut mehreren wissenschaftlichen Studien
ein
Sofort-Ausstieg finanziell, wirtschaftlich und gesellschaftlich
möglich ist.
Doch das Gegenteil bewies sich in Deutschland, wo man in den
letzen
Wochen darüber diskutiert, ob ein Sofort-Ausstieg aus der
Atomenergie
möglich wäre, doch laut mehreren Studien erwies sich, dass
ein
Sofort-Ausstieg in Deutschland unmöglich ist.
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